{"id":13,"date":"2016-08-22T18:17:47","date_gmt":"2016-08-22T16:17:47","guid":{"rendered":"http:\/\/sachsen.nsu-watch.info\/?p=13"},"modified":"2016-10-26T11:16:23","modified_gmt":"2016-10-26T09:16:23","slug":"bericht-7-sitzung-14-dezember-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sachsen.nsu-watch.info\/index.php\/2016\/08\/22\/bericht-7-sitzung-14-dezember-2015\/","title":{"rendered":"Bericht 7. Sitzung &#8211; 14. Dezember 2015"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><span class=\"\">Thema: Ermittlungen zum Brand in der Zwickauer Fr\u00fchlingsstra\u00dfe 26<\/span><\/li>\n<li><span class=\"\">Zeuge Heinrich G\u00fcnnel, Branddirektor<\/span><\/li>\n<li><span class=\"\">Zeuge Kai-Uwe Mittmann, Polizeibeamter<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<div id=\"magicdomid8\" class=\"\"><span class=\"i\"><i>Auch in der siebten Sitzung des Untersuchungsausschusses steht der Brand in der Fr\u00fchlingsstra\u00dfe 26 im Zentrum. Als erster Zeuge ist Heinrich G\u00fcnnel geladen. Er ist Branddirektor der Stadt Zwickau und am 4. November 2011 aufgrund der Dimension des Brandes selbst am Ort des Geschehens. Der zweite Zeuge Kai-Uwe Mittmann ist der Leiter des Streifendienstes des Polizeireviers Zwickau und war zust\u00e4ndig f\u00fcr die ersten polizeilichen Ma\u00dfnahmen am Brandort.<\/i><\/span><\/div>\n<div id=\"magicdomid10\" class=\"\"><span class=\"\">Heinrich G\u00fcnnel zeigt zu Beginn seiner Ausf\u00fchrungen drei Videos von Hit-TV.eu. Die Beitr\u00e4ge des Lokalnachrichtensenders thematisieren den Brand in der Fr\u00fchlingsstra\u00dfe 26, die Abrissma\u00dfnahmen am Abend des 4. Novembers und den Stand der Ermittlungen. Als Branddirektor der Stadt Zwickau ist er Chef der Berufsfeuerwehr. In dieser Funktion sei er am 4. November 2011 \u00fcber den Brand informiert worden und habe sich zum Ort des Geschehens begeben, um den Verlauf des Einsatzes zu \u00fcberwachen.<\/span><\/div>\n<div id=\"magicdomid12\" class=\"\"><span class=\"\">Er berichtet, dass die Feuerwehr um 15:15 Uhr am Brandort eingetroffen sei, beteiligt seien neben der Berufsfeuerwehr, f\u00fcnf weitere Feuerwehren aus Zwickau und Umgebung gewesen. Die Polizei habe die Absperrung mit Flatterband gew\u00e4hrleistet. Inklusive der Polizeibeamten seien 97 Einsatzkr\u00e4fte beteiligt gewesen, zus\u00e4tzlich seien sp\u00e4ter 18 Personen des Technischen Hilfswerks (THW) vor Ort gewesen, um bei der Geb\u00e4udesicherung zu unterst\u00fctzen. Durch massive L\u00f6schma\u00dfnahmen sei das Feuer um 15:30 Uhr unter Kontrolle gewesen. Die Durchsuchung des Objekts habe kein Ergebnis gebracht, die Wohnungen h\u00e4tten gewaltsam ge\u00f6ffnet werden m\u00fcssen, seien aber leer gewesen. Drei Personen seien zu diesem Zeitpunkt vermisst gewesen, unklar sei, ob sie sich im Geb\u00e4ude befanden. Eine 90-j\u00e4hrige Nachbarin habe in einer Befragung erkl\u00e4rt, dass die \u00bbSus<\/span><span class=\"author-a-j4jg9z88zaxz66zz75zqez70zijj\">ann<\/span><span class=\"\">\u00ab<\/span><span class=\"author-a-j4jg9z88zaxz66zz75zqez70zijj\"> (eine der Tarnidentit\u00e4ten von Beate Zsch\u00e4pe)<\/span><span class=\"\"> in der Brandwohnung gelebt habe. Diese Information, so G\u00fcnnel, habe er an die Polizei weitergegeben. Zwischen 16:30 Uhr und 17:30 Uhr habe die Polizei gemeldet, dass das Telefon von \u00bbSusann Dienelt\u00ab in Eckersbach geortet worden sei, etwa zwei bis drei Kilometer vom Brandort entfernt.<\/span><\/div>\n<div id=\"magicdomid14\" class=\"\"><span class=\"\">In Zusammenarbeit mit einem Statiker und der Stadtverwaltung sei die Einsatzleitung zum Schluss gekommen, dass die Sch\u00e4den am Haus Sicherungsma\u00dfnahmen n\u00f6tig machen, um die Einsturzgefahr zu mindern. Auf Nachfrage erkl\u00e4rt G\u00fcnnel, dass das Schadensbild nicht zu einer Gasexplosion gepasst habe. Vielmehr habe es nach einer schon kr\u00e4ftigen Verpuffung ausgesehen. Zur Sicherung sei die Abrissfirma Normkies beauftragt worden, die um 18:34 Uhr mit einem Bagger eingetroffen sei. Nach Vorbereitungsarbeiten habe der Baggerfahrer begonnen freiliegende Teile abzutragen und das Dach zu entlasten. Um 2:00 Uhr h\u00e4tte der Brandermittler Lenk den Einsatz gestoppt. Um 2:45 Uhr sei die Schlussmeldung an die Einsatzleitstelle erfolgt, sowohl in der Nacht als auch am n\u00e4chsten Tag sei eine Brandwache vor Ort geblieben. Die von der Feuerwehr zur Beweissicherung gefertigten Bilder seien alle der Polizei \u00fcbergeben worden. Er und drei weitere Kollegen h\u00e4tten im Nachgang noch DNA-Proben abgegeben, um einen Abgleich vornehmen zu k\u00f6nnen.<\/span><\/div>\n<div id=\"magicdomid16\" class=\"\"><span class=\"\">Der zweite Zeuge in der heutigen Sitzung ist Kai-Uwe Mittmann, der am 4. November 2011 Leiter des Streifendienstes in Zwickau war. Sein Schilderungen fallen knapp aus. Er berichtet, dass er kurz nach Dienstende vom Dienstgruppenf\u00fchrer \u00fcber den Brand in der Fr\u00fchlingsstra\u00dfe 26 informiert worden sei und sich draufhin zusammen mit dem Revierleiter zum Brandort begeben habe. Die Streifendienstbeamten vor Ort, anfangs acht, sp\u00e4ter ab ca. 16:30 Uhr insgesamt elf, seien dem Schema Sperrung, R\u00e4umung, Erhebung von Erkenntnissen, und Personalienfeststellung gefolgt.<\/span><\/div>\n<div id=\"magicdomid18\" class=\"\"><span class=\"\">Die Suche am Einsatzort und Umfeld habe sich schnell auf \u00bbSusann Dienelt\u00ab konzentriert, da diese vor dem Brand noch beobachtet worden sei. Ihr Telefon sei um 17:59 Uhr geortet worden. Die Telefonnummer h\u00e4tten die Beamten zuvor aus einer Befragung des Hausmeisters der Fr\u00fchlingsstra\u00dfe 26 Herrn Lutz Winkler bekommen, der genaue Zeitpunkt sei ihm aber nicht mehr erinnerlich. Selbst habe Mittmann die Telefonnummer nicht gew\u00e4hlt, was an einem m\u00f6glicherweise auf der Dienststelle vergessenem Diensthandy gelegen haben k\u00f6nnte. Die Kriminalpolizei habe sich aber seiner Ansicht nach um telefonischen Kontakt bem\u00fcht. Zudem sei die Nummer dem Lagezentrum \u00fcbermittelt worden. Wem, sei Mittmann nicht erinnerlich. Der Lagefilm vom Einsatztag sei nach Ablauf der zweij\u00e4hrigen Aufbewahrungsfrist gel\u00f6scht worden, ob er zuvor an die Generalbundesanwaltschaft \u00fcbermittelt worden sei, w<\/span><span class=\"author-a-j4jg9z88zaxz66zz75zqez70zijj\">isse<\/span><span class=\"\"> Mittmann nicht. M\u00f6glicherweise w\u00e4re eine Rekonstruktion \u00fcber die Dienstpl\u00e4ne m\u00f6glich, so Mittmann, diese w\u00fcrden bis zu 10 Jahre aufbewahrt.<\/span><\/div>\n<div id=\"magicdomid20\" class=\"\"><span class=\"\">Er erkl\u00e4rt auf die Nachfrage, wer \u00fcber so eine telefonische Kontaktaufnahme entscheide, dass er hofft, dass niemand auf eine \u00bbAuftragserteilung\u00ab gewartet habe und \u00bbsoviele wie m\u00f6glich\u00ab probiert h\u00e4tten die Nummer zu kontaktieren. Warum er die Nummer nicht selbst gew\u00e4hlt habe, diese Frage stelle er sich bis heute, so Mittmann. Er verweist erneut auf das vergessene Diensthandy. Um 18:30 Uhr habe Mittmann die Fr\u00fchlingsstra\u00dfe verlassen und sei zum Revier zur\u00fcckgekehrt.<\/span><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Thema: Ermittlungen zum Brand in der Zwickauer Fr\u00fchlingsstra\u00dfe 26 Zeuge Heinrich G\u00fcnnel, Branddirektor Zeuge Kai-Uwe Mittmann, Polizeibeamter Auch in der siebten Sitzung des Untersuchungsausschusses steht der Brand in der Fr\u00fchlingsstra\u00dfe 26 im Zentrum. Als erster Zeuge ist Heinrich G\u00fcnnel geladen. Er ist Branddirektor der Stadt Zwickau und am 4. 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