{"id":132,"date":"2016-11-03T14:11:08","date_gmt":"2016-11-03T13:11:08","guid":{"rendered":"http:\/\/sachsen.nsu-watch.info\/?page_id=132"},"modified":"2018-02-21T14:20:02","modified_gmt":"2018-02-21T13:20:02","slug":"veranstaltungen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/sachsen.nsu-watch.info\/index.php\/veranstaltungen\/","title":{"rendered":"Veranstaltungen"},"content":{"rendered":"<h2>Aktuelle Veranstaltungen zum Themenkomplex NSU<\/h2>\n<p><em>(Eine Veranstaltung ist hier nicht aufgef\u00fchrt? Sollte sie aber sein? Mail an: <a href=\"mailto:sachsen@nsu-watch.info\">sachsen@nsu-watch.info<\/a>)<\/em><\/p>\n<p><strong>8. M\u00e4rz 2018 | Dresden | Kein Schlussstrich! \u2013 Perspektiven, Paradoxien und Grenzen der <\/strong><strong>Aufarbeitung des NSU-Komplexes | <a href=\"https:\/\/riesa-efau.de\">Motorenhalle des riesa efau<\/a> (Wachsbleichstra\u00dfe <\/strong><strong>4a, 01067 Dresden), 19 Uhr<\/strong><\/p>\n<p>Impulsvortr\u00e4ge und Diskussion mit Hannah Zimmermann; Lee Hielscher; Robert Enge; Tino Heim; Jane Viola Felber<\/p>\n<p>Die Veranstaltung wirft einen kritischen Blick auf Ergebnisse, Widerspr\u00fcche und Grenzen der bisherigen juristischen, politischen, kulturellen und zivilgesellschaftlichen Bem\u00fchungen um eine Aufarbeitung des NSU-Komplexes. Angesichts j\u00fcngster Entwicklungen rassistischer und neonazistischer Gewalt und der Kontinuit\u00e4ten vielf\u00e4ltiger Formen des strukturellen und institutionellen Rassismus in Beh\u00f6rden, Medien und Gesellschaft steht dabei auch zur Diskussion, wie eine weitgehend noch ausstehende ad\u00e4quate Aufarbeitung dazu beitragen k\u00f6nnte, die vielschichtigen Ursachen und Konstellationen rassistischer Gewalt nicht nur zu benennen, sondern zu \u00fcberwinden.<\/p>\n<p><strong>14. M\u00e4rz 2018 | Dresden | Mit angezogener Handbremse? &#8211; Der NSU-Untersuchungsausschuss in Sachsen | <a href=\"http:\/\/www.projekttheater.de\/\">Projekttheater<\/a> (Louisenstra\u00dfe 47, 01099 Dresden), 19 Uhr<\/strong><\/p>\n<p>Vortrag mit NSU Watch Sachsen<\/p>\n<p>Bald drei Jahre bem\u00fcht sich der zweite s\u00e4chsische Untersuchungsausschuss um Aufkl\u00e4rung im NSU-Komplex. \u00dcber vierzig Zeugen\/innen wurden bisher vernommen, drei Schwerpunkte untersucht: Die Ermittlungen rund um den Brand in der Fr\u00fchlingsstra\u00dfe, die Raub\u00fcberf\u00e4lle, sowie die Fahndung nach den drei untergetauchten Nazis in Sachsen. Grund genug zu fragen: Was hat es gebracht? Welche Erkenntnisse konnten gewonnen werden, wo gibt es wei\u00dfe Flecken und offene Fragen? Welche folgen hat das f\u00fcr Politik und Gesellschaft? NSU Watch Sachsen begleitet den Untersuchungsausschuss von Anfang an und wird dessen Arbeit unter die Lupe nehmen.<\/p>\n<p><strong>20. M\u00e4rz 2018 | Dresden | Filmvorf\u00fchrung: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=R8PnnuOUlwc\">&#8220;Der Kuaf\u00f6r aus der Keupstra\u00dfe&#8221;<\/a> | <a href=\"https:\/\/malobeo.blackblogs.org\/\">malobeo<\/a> (Kamenzer Stra\u00dfe 38, 01099 Dresden), 20 Uhr<\/strong><\/p>\n<p>Am 9. Juni 2004 ver\u00fcbte der NSU einen Nagelbombenanschlag in der Keupstra\u00dfe in K\u00f6ln, die Dabei wurden 22 Menschen verletzt \u2013 vier davon schwer. W\u00e4hrend ein rassistischer Hintergrund kategorisch ausgeschlossen wird, ermittelt die Polizei sofort und ausschlie\u00dflich gegen die Betroffenen, und machte durch die einseitige und rassistische Ermittlung Opfer zu T\u00e4tern. Medien und \u00d6ffentlichkeit flankierten dies mit dem Gerede von angeblich \u201ekriminellen Ausl\u00e4ndermilieus\u201c. Der Dokumentarfilm zeigt, welche Auswirkungen dieser Anschlag und die mit rassistischen Ressentiments aufgeladene Ermittlungsarbeit der Polizei, auch Jahre nach dem Vorfall, auf die Betroffenen hatte.<\/p>\n<p><strong>26. M\u00e4rz 2018 | Dresden | Lesung:<a href=\"http:\/\/www.vsa-verlag.de\/nc\/buecher\/detail\/artikel\/kein-schlusswort\/\"> Kein Schlusswort: Nazi-Terror \u2013 Sicherheitsbeh\u00f6rden &#8211; Unterst\u00fctzernetzwerk<\/a><\/strong><strong> | <a href=\"https:\/\/kosmotique.org\">kosmotique<\/a> (Martin-Luther-Str. 13 , 01099 Dresden), 20 Uhr<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Buchlesung und Gespr\u00e4ch mit dem Nebenklageanwalt im NSU-Prozess Peer Stolle<\/p>\n<p>Die im Buch ver\u00f6ffentlichten Pl\u00e4doyers im M\u00fcnchner NSU-Prozess gehen den bohrenden Fragen der Betroffenen nach und zeigen, wo die Aufkl\u00e4rung weitergehen muss. Denn viele Fragen blieben bislang unbeantwortet: Wie erfolgte die Auswahl der Opfer? Wie gro\u00df war das an den Morden und Anschl\u00e4gen beteiligte Unterst\u00fctzernetzwerk? Was wussten die Sicherheitsbeh\u00f6rden \u2013 insbesondere der Verfassungsschutz \u2013 und warum wurde seitens des Staates nicht eingegriffen? Wie konnte der NSU \u00fcberhaupt entstehen? Diesen und anderen Fragen gehen in diesem Band vier vom NSU-Terror Betroffene und acht Nebenklagevertreter*innen in ihren Pl\u00e4doyers nach.<\/p>\n<p><strong>3. April 2018 | Dresden | Diskussion: \u00bbZ\u00e4rtliche Katzenmama\u00ab, \u00bbTerrorbraut\u00ab und \u00bbunwissende Hausfrau\u00ab \u2013 Geschlechterstereotype und das (Un-) Verst\u00e4ndnis des NSU-Komplexes 19 Uhr | <a href=\"http:\/\/frauenbildungszentrum-dresden.de\/\">Frauen*Bildungszentrum<\/a> (Oskarstr. 1 , 01219 Dresden), 19 Uhr<\/strong><\/p>\n<p>Im Fokus der medialen Aufmerksamkeit zum NSU-Prozess stand oft die Figur Beate Zsch\u00e4pe und mit ihr eine problematische Ansammlung von Geschlechterklischees. Anhand von Ausschnitten aus Filmen und Fernsehdokumentationen diskutieren wir u.a., wie Geschlechterstereotype in den (Selbst-)Darstellungen rechtsradikaler Frauen zur Entpolitisierung und Bagatellisierung rechter Gewalt beitragen. Inwiefern hat dies die NSU-Verbrechen mit erm\u00f6glicht und wie behindern solche Stereotype ein Verst\u00e4ndnis des NSU-Komplexes?<\/p>\n<p><strong>5. April 2018 | Dresden | Filmvorf\u00fchrung &amp; Diskussion: <a href=\"https:\/\/vimeo.com\/119592419\">\u00bbJorge &#8211; Tod eines Vertragsarbeiters\u00ab<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.kino-im-kasten.de\/\">Kino im Kasten<\/a> (August-Bebel-Stra\u00dfe 20, 01219 Dresden), 20 Uhr<\/strong><\/p>\n<p>Am 06.04.1 991 wurde Jorge Gomondai in der Dresdner Neustadt von mehreren Neonazis angegriffen. Er starb an seinen Verletzungen. Die Dokumentation thematisiert den rassistisch motivierten Angriff auf Jorge Gomondai, befragt Zeug* innen und analysiert die Zust\u00e4nde in Dresden und Deutschland nach der Tat. In der Diskussion sollen Parallelen zu weiteren rassistischen Taten aufgezeigt und deutlich gemacht werden, warum ein Vergessen nie stattfinden darf.<\/p>\n<p><strong>11. April 2018 | Dresden | Der NSU-Komplex und der (neo-)rassistische Konsens | <a href=\"https:\/\/www.platzda.pl\">PLATZDA!<\/a> (Wernerstra\u00dfe 21, 01159 Dresden), 20 Uhr<\/strong><\/p>\n<p>Vortrag und Diskussion mit Tino Heim<\/p>\n<p>Die laute mediale Skandalisierung der Morde und Terroranschl\u00e4ge des NSU sowie des multiplen \u201aBeh\u00f6rdenversagens\u2018 bei der Aufkl\u00e4rung der Taten als \u201abeispiellos\u2018, \u201aunerh\u00f6rt\u2018 und \u201aunfassbar\u2019 verdeckt nur, dass all dies durchaus beispielhaft f\u00fcr viele F\u00e4lle organisierter rassistischer und neonazistischer Gewalt und f\u00fcr den gesellschaftlichen Umgang damit steht. Vortrag und Diskussion fragen nach den Formen und Ursachen eines breiten (neo-)rassistischen Konsens in Medien, Politik, Institutionen und Alltagsleben. Dabei geht es auch um die Kontinuit\u00e4t jener Verh\u00e4ltnisse, die auch den NSU-Komplex mit erm\u00f6glicht haben.<\/p>\n<p><strong>Tag X\u00b2 | M\u00fcnchen | <a href=\"https:\/\/nsuprozess.net\">Demonstration: Kein <s>Schlussstrich<\/s><\/a><\/strong><\/p>\n<p>Am Tag der Urteilsverk\u00fcndung wollen wir mit euch auf die Stra\u00dfe gehen. Denn f\u00fcr uns bedeutet das Ende des Prozesses nicht das Ende der Auseinandersetzung mit dem NSU und der Gesellschaft, die ihn m\u00f6glich machte:<\/p>\n<ul>\n<li>Kein Schlussstrich! &#8211; NSU-Komplex aufkl\u00e4ren und aufl\u00f6sen<\/li>\n<li>Verfassungsschutz aufl\u00f6sen \u2013 V-Leute abschaffen<\/li>\n<li>Dem aktuellen rassistischen Terror gegen Fl\u00fcchtlinge und MigrantInnen entgegentreten<\/li>\n<li>Rassismus in Beh\u00f6rden und Gesellschaft bek\u00e4mpfen<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Vergangene Veranstaltungen<\/h2>\n<p><span style=\"color: #999999;\"><strong>26. April 2017 | Dresden | Ged\u00e4chtnisprotokoll eines Kontraktarbeiters aus Hoyerswerda | Ver\u00e4nderbar (G\u00f6rlitzer Str. 42), 20 Uhr<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #999999;\">Filmdokumentation und Gespr\u00e4ch mit Julia Oelkers (<a href=\"http:\/\/out-of-focus-film.net\/\">out of focus Filmproduktion<\/a>) und der Initiative \u00bb<a href=\"http:\/\/pogrom91.tumblr.com\">Pogrom 91<\/a>\u00ab. Manuell Alexandre Nhacutou war einer von 18.000 mosambikanischen Kontraktarbeitern\/innen in der ehemaligen DDR, lebte und arbeitete dort bis zum September 1991. Nach dem ersten Pogrom an ausl\u00e4ndischen Arbeitern\/innen und Fl\u00fcchtlingen im vereinten Deutschland verlie\u00df er die Stadt und kam nach Berlin. Julia Oelkers hat Manuell Alexandre Nhacatou und andere ehemalige Vertragsarbeiter\/innen getroffen und interviewt, die das rassistische Pogrom 1991 in Hoyerswerda miterlebten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #999999;\"><strong>28. April 2017 | Leipzig | <a href=\"http:\/\/www.buehne-fuer-menschenrechte.de\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=118&amp;Itemid=85&amp;lang=de\">Die NSU Monologe<\/a> | <a href=\"http:\/\/verein.p\u00f6ge-haus.de\/\">P\u00f6gehaus<\/a> (Hedwigstr. 20), 18:30 Uhr<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #999999;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-211\" src=\"http:\/\/sachsen.nsu-watch.info\/wp-content\/uploads\/nsu-monologe-298x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"298\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/sachsen.nsu-watch.info\/wp-content\/uploads\/nsu-monologe-298x300.jpeg 298w, https:\/\/sachsen.nsu-watch.info\/wp-content\/uploads\/nsu-monologe-150x150.jpeg 150w, https:\/\/sachsen.nsu-watch.info\/wp-content\/uploads\/nsu-monologe.jpeg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 298px) 100vw, 298px\" \/><\/span><\/p>\n<p><span class=\"_4n-j _3cht fsl\" style=\"color: #999999;\" data-testid=\"event-permalink-details\">Nach \u00fcber 400 Auff\u00fchrungen der Asyl-Monologe und Asyl-Dialoge erz\u00e4hlt die B\u00fchne f\u00fcr Menschenrechte etwa f\u00fcnf Jahre nach dem Bekanntwerden des \u201cNationalsozialistischen Untergrunds\u201d in den NSU-Monologen von den jahrelangen K\u00e4mpfen dreier Familien der Opfer des NSU.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #999999;\"><em>Ich hab den Polizisten gesagt &#8220;Ermittelt gegen Nazis!&#8221; &#8211; Sie meinten: &#8220;Die w\u00fcrden Spuren hinterlassen. Ein T\u00fcrke hat ihn umgebracht.&#8221;<\/em> (<span class=\"_4n-j _3cht fsl\" data-testid=\"event-permalink-details\"><em>Adile \u015eim\u015fek)<\/em><\/span><strong><span class=\"_4n-j _3cht fsl\" data-testid=\"event-permalink-details\"><br \/>\n<\/span><\/strong><\/span><\/p>\n<p><span class=\"_4n-j _3cht fsl\" style=\"color: #999999;\" data-testid=\"event-permalink-details\">Dabei erz\u00e4hlen die NSU-Monologe nicht von namenlosen Opfern, sondern von Elif Kuba\u015f\u0131k und Adile \u015eim\u015fek und dem gewaltvollen Verlust ihrer Ehem\u00e4nner sowie von \u0130smail Yozgat und der Trauer um seinen Sohn.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #999999;\">Wir erfahren vom Mut der Hinterbliebenen, in der 1. Reihe eines Trauermarschs zu stehen, von der Willens<span class=\"text_exposed_show\">st\u00e4rke, wiederholt die Umbenennung einer Stra\u00dfe einzufordern und nicht zuletzt vom Versuch, die eigene Erinnerung an den geliebten Menschen gegen die vermeintliche Wahrheit der Ermittler zu verteidigen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #999999;\">Wenn in den NSU-Monologen die Schauspieler*innen mal behutsam, mal fordernd, mal w\u00fctend ihre Stimme erheben, dann erz\u00e4hlen sie roh und direkt die Erfahrungen der Hinterbliebenen und liefern uns intime Einblicke in das Hoffen und Bangen menschlicher Existenzen, denen wir uns nicht mehr entziehen k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #999999;\">Die NSU-Monologe entstanden durch ausf\u00fchrliche Interviews, lediglich gek\u00fcrzt und ohne sprachliche Ver\u00e4nderungen &#8211; ein Werk zeitgen\u00f6ssischer Geschichtsschreibung, das in Zeiten des Erstarkens der AfD und des europ\u00e4ischen Faschismus an Aktualit\u00e4t kaum zu \u00fcberbieten ist.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #999999;\">In t\u00fcrkischer Sprache und mit deutschen und englischen Untertiteln.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #999999;\"><strong>10. Mai 2017 | Dresden | Das NSU-Unterst\u00fctzer\/innen-Umfeld in Sachsen | Betriebsk\u00fcche Friedrichstadt (Berliner Stra\u00dfe 63), 20 Uhr<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #999999;\">Die juristische Aufarbeitung der Verbrechen der Terrorgruppe \u00bbNSU\u00ab ist bis heute starkt von der \u00bbTrio-These\u00ab der Generalbundesanwaltschaft gepr\u00e4gt. Vor dem Oberlandesgericht M\u00fcnchen sind neben Beate Zsch\u00e4pe lediglich vier weitere Hauptt\u00e4ter angeklagt. Im gesellschaftlichen und medialen Diskurs wird das bundesweite Unterst\u00fctzungsnetzwerk des NSU bisher noch wenig ber\u00fccksichtigt. Der Vortrag beleuchtet das Unterst\u00fctzungsumfeld in Sachsen in der Zeit des \u00bbUntertauchens\u00ab des NSU in Chemnitz und Zwickau zwischen 1998 und 2011. Zahlreiche Neonazis, die den NSU in Sachsen mit konkreten Handlungen unterst\u00fctzt haben, wurden bis zum heutigen Tag noch nicht angeklagt und bewegen sich weiterhin auf freiem Fu\u00df.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #999999;\"><strong>19. Mai 2017 | Chemnitz | Podium: Eine Gesellschaft der Vielen klagt an | Exil im Schauspielhaus (Zieschestr. 28), 18 Uhr<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #999999;\">Es wird Zeit, dass die Perspektive der Migration eine Perspektive der gesamten Gesellschaft wird. Rassismus muss zusammen mit den davon Betroffenen thematisiert und bek\u00e4mpft werden. In dieser Veranstaltung wollen wir mit den Betroffenen sprechen, auch aus Sachsen, und einen Einblick in die inhaltlich-politische Ausrichtung des <a href=\"http:\/\/nsu-tribunal.de\">NSU-Tribunals<\/a> bekommen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #999999;\"><strong>19. Mai 2017 | Chemnitz | Theater: <a href=\"http:\/\/www.theater-chemnitz.de\/sparten\/figurentheater\/fig_pre\/1617\/unentdeckte_nachbarn.html\">Beate Uwe Uwe Selfie Klick<\/a> | Schauspielhaus-Ostfl\u00fcgel (Zieschestra\u00dfe 28), 20 Uhr<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #999999;\">Eine europ\u00e4ische Groteske<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #999999;\">Ja, man hat ihn sich verdient, diesen Welthauptstrand Europa, ja, M\u00f6wen, Wellen, Sonne, Sonnencreme und eine sonnengebr\u00e4unte Haltung. Ahhh, Beate Uwe Uwe Selfie Klick. Was soll man dazu sagen? Zum sogenannten NSU? Das hat doch schon das Erste, das Zweite, die S\u00fcddeutsche, der Verfassungsschutz getan und dann gibt es diesen Prozess in M\u00fcnchen. Die Debatten erschlagen sich gegenseitig und Beate Zsch\u00e4pe kleistert alles zu. L\u00e4sst sich da noch ein roter Faden eigener Erkenntnis spinnen? Werden dem Ikarus der Wahrheit gar die Federchen geschreddert? Und wo haben sich die Opfer versteckt?<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #999999;\"><em>Textfassung\u00a0von Laura Linnenbaum mit Texten von Gerhild Steinbuch und dokumentarischem Material. Eine Produktion des Figurentheaters Chemnitz in Kooperation mit dem Schauspiel Chemnitz und den Grass Liftern \/ ASA-FF. e.V. Regie: Laura Linnenbaum \/ B\u00fchne und Kost\u00fcm: Valentin Baumeister \/ Puppen: Angela Baumgart<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #999999;\"><strong>17. &#8211; 21. Mai 2017 | K\u00f6ln | <a href=\"http:\/\/nsu-tribunal.de\">Tribunal \u00bbNSU-Komplex aufl\u00f6sen\u00ab<\/a><\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #999999;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-165\" src=\"http:\/\/sachsen.nsu-watch.info\/wp-content\/uploads\/nsu-tribunal-1-300x100.jpg\" alt=\"nsu-tribunal-1\" width=\"450\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/sachsen.nsu-watch.info\/wp-content\/uploads\/nsu-tribunal-1-300x100.jpg 300w, https:\/\/sachsen.nsu-watch.info\/wp-content\/uploads\/nsu-tribunal-1-768x256.jpg 768w, https:\/\/sachsen.nsu-watch.info\/wp-content\/uploads\/nsu-tribunal-1-1024x341.jpg 1024w, https:\/\/sachsen.nsu-watch.info\/wp-content\/uploads\/nsu-tribunal-1.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #999999;\">Wir klagen an! Davac\u0131y\u0131z!<\/span><\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"color: #999999;\">Das Netzwerk NSU mit allen Helfenden.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #999999;\">Die Neonazis, die rechten Terror verbreiten.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #999999;\">Die Institutionen, die dies beg\u00fcnstigt haben und noch immer tun.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #999999;\">Angeklagt sind die, die gehetzt haben.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #999999;\">Die, die geschwiegen haben.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #999999;\">Rassistische Strukturen, die dahinter liegen.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"color: #999999;\">Die, die versuchen zu vertuschen, die der Aufkl\u00e4rung entgegenstehen.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p><span class=\"text_exposed_show\" style=\"color: #999999;\">Kurzum: Eine gesellschaftliche Anklage des strukturellen Rassismus in Deutschland anhand des NSU-Komplexes: an 5 Tagen im Mai 2017 an einem zentralen Ort in K\u00f6ln. An diesen Tagen wird die Perspektive der Betroffenen im Vordergrund stehen. Wir m\u00f6chten alle, die so engagiert in den letzten Jahren f\u00fcr eine Aufkl\u00e4rung gestritten haben, zusammenbringen und in verschiedenen Formaten unser Wissen zusammenbringen, daraus eine Anklage formulieren. Mit vielen Aktionen und Veranstaltungen werden wir gemeinsam mit euch Druck aufbauen und ein gutes Leben f\u00fcr Alle in Almanya einklagen.<br \/>\nDie Vorbereitungen zum Tribunal laufen bundesweit auf Hochtouren. Werdet Teil unserer Anklage. Wie, werden wir Schritt f\u00fcr Schritt hier aufzeigen. F\u00fcr eine Gesellschaft der Vielen!<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #999999;\"><strong>21.\/22.\/27.\/28.\/31. Mai 2017 | Leipzig | Film: <a href=\"https:\/\/www.partisan-filmverleih.de\/filme\/6-jahre-7-monate-und-16-tage\/\">6 Jahre, 7 Monate, 16 Tage &#8211; Die Morde des NSU<\/a> | <a href=\"http:\/\/cinematheque-leipzig.de\/index.php?seite=Start&amp;film=5687\">Cin\u00e9math\u00e8que Leipzig<\/a> @ naTo (Karl-Liebknecht-Str. 48)<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #999999;\">\u00dcber f\u00fcnf Jahre sind mittlerweile vergangenen seit der Selbstenttarnung des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU). Von wirklicher Aufkl\u00e4rung der rassistischen Mordserie ist bisher wenig zu sehen. Die Anklage st\u00fctzt sich weiter auf die These, dass der NSU nur aus 3 Personen bestanden h\u00e4tte, anstatt ihn als Teil bundesweiter Neonazi-Strukturen zu begreifen. Die Rolle des Staates und insbesondere des Verfassungsschutzes ist bis heute ungekl\u00e4rt und wirft \u2013 nicht zuletzt durch umfangreiche Aktenvernichtungen \u2013 weiterhin viele Fragen auf. Auch die rassistisch gepr\u00e4gten Ermittlungen gegen die Betroffenen des rechten Terrors bis zum Auffliegen des NSU sind kaum Teil der Debatte, ebenso wenig der gesamtgesellschaftliche Rassismus, der es \u00fcberhaupt erst m\u00f6glich gemacht hat, dass eine neonazistische Terrorgruppe jahrelang MigrantInnen ermorden konnte, ohne dass dies als rassistische Gewalt erkannt wurde \u2013 obwohl die Angeh\u00f6rigen der Opfer schon fr\u00fch darauf aufmerksam machten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #999999;\">In dem Film \u201e6 Jahre, 7 Monate und 16 Tage. Die Morde des NSU\u201c<\/span> (<a href=\"https:\/\/vimeo.com\/201539018\">Trailer<\/a>) <span style=\"color: #999999;\">n\u00e4hert sich der Regisseur Sobo Swobodnik essayistisch in lyrischem Schwarz-wei\u00df dieser unvergleichlichen rechtsextremistischen Mordserie ausschlie\u00dflich mit Bildern der zehn Tatorte in einer visuellen kardiographischen Vermessung. Die Orte als stumme Zeugen der Anklage, der Reflexion und Erinnerung. Diese Bilder werden erg\u00e4nzt von einer Textcollage, bestehend aus Zeitungsmeldungen, Ermittlungsprotokollen, Prozessaussagen, den Statements von Hinterbliebenen und Fachleuten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #999999;\"><strong>1. &#8211; 11. November 2016 | <a href=\"http:\/\/unentdeckte-nachbarn.de\"><span style=\"color: #999999;\">\u00bbUnentdeckte Nachbarn\u00ab<\/span><\/a><\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #999999;\"><a style=\"color: #999999;\" href=\"http:\/\/unentdeckte-nachbarn.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"\" src=\"\/wp-content\/uploads\/theatertreffen2016_w.jpg\" alt=\"Unentdeckte Nachbarn\" width=\"400\" height=\"256\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #999999;\">Anl\u00e4sslich des 5. Jahrestags der Aufdeckung der NSU-Verbrechen findet vom 1.-11.11.2016 das Theatertreffen &#8220;Unentdeckte Nachbarn&#8221; in Chemnitz und Zwickau statt. Highlights sind neben den gro\u00dfen Produktionen aus K\u00f6ln (&#8220;Die L\u00fccke&#8221;), M\u00fcnchen (&#8220;Urteile&#8221;) und M\u00fcnster (&#8220;Auch Deutsche unter den Opfern&#8221;) eine Eigenproduktion des Figurentheaters Chemnitz und die zeitgleich an mehreren Orten Deutschlands stattfindende Lesung &#8220;Offener Prozess&#8221;.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aktuelle Veranstaltungen zum Themenkomplex NSU (Eine Veranstaltung ist hier nicht aufgef\u00fchrt? Sollte sie aber sein? Mail an: sachsen@nsu-watch.info) 8. M\u00e4rz 2018 | Dresden | Kein Schlussstrich! \u2013 Perspektiven, Paradoxien und Grenzen der Aufarbeitung des NSU-Komplexes | Motorenhalle des riesa efau (Wachsbleichstra\u00dfe 4a, 01067 Dresden), 19 Uhr Impulsvortr\u00e4ge und Diskussion mit Hannah Zimmermann; Lee Hielscher; Robert<\/p>\n<div class=\"read-more\"><a href=\"https:\/\/sachsen.nsu-watch.info\/index.php\/veranstaltungen\/\" title=\"Read More\">Read More<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-132","page","type-page","status-publish"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sachsen.nsu-watch.info\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/132","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sachsen.nsu-watch.info\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/sachsen.nsu-watch.info\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sachsen.nsu-watch.info\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sachsen.nsu-watch.info\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=132"}],"version-history":[{"count":16,"href":"https:\/\/sachsen.nsu-watch.info\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/132\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":281,"href":"https:\/\/sachsen.nsu-watch.info\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/132\/revisions\/281"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sachsen.nsu-watch.info\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=132"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}